GESCHICHTE DES APPENZELLER GURTES

 

 

 

 

 

GESCHICHTE DES APPENZELLER GURTES

 

 

 

 

 

Das Appenzellerland – Hort der Traditionen

Das Appenzellerland ist bekannt für seine schöne Landschaftt und tief verwurzelten Traditionen und Gebräuche. Dazu gehören Alpaufzüge, Landsgemeinden, Talerschwingen, Silvesterchlausen oder Alpstobete. Zentral ist auch ein ausgeprägtes Kunsthandwerk: Bauernmalerei, Hackbrettbau und natürlich die Sennensattlerei.

Handwerk im alten Appenzell

Der Sennensattler arbeitet nach einer alten Handwerkerkunst, die bis heute noch eine grosse Anhängerschaft hat. Neben beschlagenen Hosenträgern, Schuhschnallen, Sennenchäpli stellt der Sennensattler auch handgefertigte Gürteln mit Silber- oder Messingbeschlägen her.

Die Appenzeller wollten immer das haben, was andere auch hatten.

Die Appenzeller galten als arm und eitel. «Sie wollten immer das haben, was die anderen auch hatten. Als unsere Söldner in Italien die prunkvollen Renaissance-Möbel sahen, versuchten sie, diese mit ihren bescheidenen Mitteln nachzumachen», so erklärt sich Sebastian Fässler, Sennensattler aus Appenzell unter anderem den Hang zur Ornamentik in der Appenzeller Volkskunst.

 

Der Appenzeller Gurt – früher und heute

Der Appenzeller Gurt ist ein Stück alter Schweizer Tradition. Die Gurte wurden aus Rindsleder und von Hand gefertigten Metallbeschlägen hergestellt, welche Alpaufzugs-Motive wie Sennen, Sonnen, Ornamente und Kühe zeigen. Je mehr Verzierungen auf dem Gurt zu finden waren, desto reicher war der Träger.

An den Ornamenten erkennt das geschulte Auge den Produzenten.

Heute gibt es in Appenzell nur noch eine Handvoll Produzenten. Daniel Fuchs ist einer der wenigen und Sennensattler in dritter Generation. Vieles ist gleich geblieben: Das Schneiden des Leders, die Anordnung der Elemente, jedoch werden die Ornamente nur noch in Einzelfällen von Hand hergestellt. Die goldenen und silbernen Verzierungen werden maschinell gepresst, jedoch immer nach der jeweiligen Vorlage des Sennensattlers. Sie sind somit die Handschrift des Produzenten und das Auge des Kenners erkennt einen Fuchs, Dörig, Fässler oder Thoma.

 

 

ORNAMTENTE DES APPENZELLER GURTES